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„Es lohnt sich immer, jungen Menschen eine Chance zu geben“ - Fachtagung der Stiftung help and hope

Jugendliche schon ab einem frühen Zeitpunkt zu unterstützen, darum ging es bei der diesjährigen Fachtagung zum Thema „Bildung, Integration, Beruf – Investitionen in eine gemeinsame Zukunft“ der Stiftung help and hope. Über 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und sozialem Bereich sind der Einladung in das Dortmunder U zum Austausch und Bericht der Projekte der Stiftung gefolgt. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, André Kuper, begrüßte die Teilnehmenden, die aus Dortmund und Umgebung zum fachlichen Austausch zusammenkamen.


Mit den Worten „Gemeinsam etwas bewegen“ eröffnete Gerhard Gotthard, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung help and hope, die Veranstaltung. Es geht um die Unterstützung von benachteiligten Jugendlichen, aber auch von jungen Geflüchteten. Alle Beteiligten müssen zusammen arbeiten und im stetigen Austausch miteinander stehen, um so den Weg einer gelungenen Integration in unsere Gesellschaft zu beschreiten.


Der Impulsvortrag von Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Fachbereich Sozialwesen an der FH Münster, bot einen Einstieg und wissenschaftliche Betrachtung des Themas. El-Mafaalani beschrieb in seinem Vortrag, dass Personen, die heute Spitzenpositionen bekleiden, in frühen Jahren ihrer Biografien immer einen Mentor hatten, der sie auf dem Weg ihres Bildungsaufstieges unterstützt hat. Er hat in seinen vielen Studien beobachtet, dass Bildungsaufsteiger die Motivation für ein Studium selbst entwickeln müssen. Im Gegensatz zu Akademikerhaushalten, müssen Bildungsaufsteiger zunächst erkennen, dass der Weg sich lohnen kann. Daher ist es kaum möglich, den Milieuwechsel allein zu vollziehen, sagt der Professor: „Für das Gelingen eines Bildungsaufstiegs sind Sozialpaten von großer Bedeutung.“


In der Podiumsdiskussion mit Astrid Neese, Bundesagentur für Arbeit, Thomas Kocher, Werner Kocher GmbH & Co. KG, Nadja Lüders, SPD - Landtag NRW, André Kuper, CDU - Landtag NRW, und Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Fachbereich Sozialwesen FH Münster, wurde nochmal deutlich, dass nicht nur die Geflüchteten Unterstützung benötigen, sondern auch die in Deutschland geborenen, deren Lebensweg nicht gerade verlaufen ist. Herr Kocher, der bereits mehreren jungen Erwachsenen und Geflüchteten mit einer Ausbildung die Chance für den Einstieg in das Berufsleben ermöglichte, ermutigte die anwesenden Unternehmen, den geflüchteten jungen Menschen in ihren Branchen eine Chance zu geben. Sich aber gleichzeitig auch von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen.


Neben den Vertretern aus Politik, Wirtschaft und sozialem Bereich, kamen auch Teilnehmer aus dem Sprach- und Integrationsprogramm 4YOU und dem Ausbildungsprogramm GidZ- Gemeinsam in die Zukunft in einer Gruppendiskussion zu Wort. „Das GidZ hat mir Rückhalt gegeben. Alleine hätte ich mich das nicht getraut“, berichtet Teilnehmerin Sarah ihre Erfahrungen dem Publikum.


„Wir sind stolz auf unsere eigenen Projekte und die Erfolge, auf die wir die letzten Jahre zurückblicken konnten. Alle Gruppen der Gesellschaft stehen weiterhin vor großen Herausforderungen. Doch es lohnt sich immer, jungen Menschen eine Chance zu geben“, so Gerhard Gotthard, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung help and hope, resümierend.