Vision Ein Bauernhof und Wohlfühlort für Kinder und Jugendliche

Gut Königsmühle soll ein Begegnungshof werden, auf dem sich alle Menschen willkommen fühlen. Ein Ort, der Kindern die Möglichkeit gibt, unabhängig von ihrer sozialen und/oder ethnischen Herkunft Kind zu sein, zu spielen, zu entdecken, zu fragen und zu wachsen.

Für Familien soll Gut Königsmühle ein Ort der Entschleunigung sein. Hier gibt es — für viele ausnahmsweise — mal nichts zu tun, keine Sorgen, keinen Stress, sondern Zeit miteinander. Nicht immer nur ruhige, aber doch glückliche Momente inmitten heilsamer Natur und die Möglichkeit aufzutanken.

In unserer Vorstellung von gelebter Inklusion soll Gut Königsmühle auch Menschen mit Behinderungen einen Platz zum Wohlfühlen, aber auch zum Arbeiten, bieten. Sie sollen im Rahmen eines inklusiven Arbeitsortes ihren eigenen großen oder kleinen Beitrag zum Gelingen unseres Begegnungshofes leisten können.

Gemeinsam mit dem auf dem Gut ansässigen Kindergarten Gut Königsmühle e. V., Soziale Arbeit Gut Königsmühle e. V., dem Verein Christopherus Haus und dem Freundeskreis Gut Königsmühle e. V. möchte die Stiftung die Zukunft des Gutes weiterentwickeln, um einen einzigartigen, vielseitigen und bunten Lebensort in Dortmund zu schaffen.


Historie

Das von der Stiftung erworbene Gut Königsmühle blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Die Anfänge des Gutes Königsmühle sind auf einen Reichshof zurückzuführen, der unter den Karolingern (800 –1100 n. Chr.) an der Verbindungsstraße, die östlich von Mengede die Emscher kreuzte, zwischen dem von Karl dem Großen angelegten Hellweg bei Dortmund und der bereits von den Römern benutzten Straße im Lippetal entstand. Durch Erbschaft fiel das Gut Ende des 16. Jahrhunderts an die Familie von Lilien.

Zum Gut gehörte von jeher eine Mühle, die sogenannte Königsmühle, die dann dem im 19. Jahrhundert erbauten Gutshaus den Namen Gut Königsmühle gab. Die Mühle bestand in früheren Jahren aus einer Korn- und einer Ölmühle. Die Mühle hatte zwei Mahlgänge, einen Schrotgang und einen Gang zum Weizenmahlen mit Sichtmaschine, und wurde von einem Wasserrad angetrieben. In der Mühle war gewöhnlich ein Mann tätig. Nur bei flottem Betrieb hatte derselbe eine Aushilfe. Die Mühle war hauptsächlich eine „Kundenmühle“, das heißt, es wurde in Malter (einem Volumenmaß für Getreide, Holz, Kohlen und Torf) gemahlen und die umliegenden Ortschaften waren dazu verpflichtet, ihr Korn dort mahlen zu lassen. Um 1900 wurde anstatt der Mühle ein Elektrizitätswerk für Licht und Kraftbetrieb eingerichtet.

Wie schon der Name sagt, ist das Gut sicherlich mit dem Königs- bzw. Reichssitz in Mengede in Zusammenhang zu bringen. In Ellinghausen und in dem nahe gelegenen Lindenhorst-Holthausen lässt sich seit frühester Zeit Königsgut nachweisen, das zum Reichsbesitz in Mengede gehörte. Die von der Emscher angetriebene Wassermühle hat dem Gut ihren heutigen Namen gegeben. Genutzt wurde das Anwesen vom frühen 20. Jahrhundert bis in die60er-Jahre als ein sogenanntes Zechengut. In der Zeit gehörte es verschiedenen Bergwerksgesellschaften und war das größte landwirtschaftliche Gut in der Umgebung. In den vergangenen vier Jahrzehnten verpachtete der vormalige Eigentümer Hoesch AG, später thyssenkrupp AG, das Anwesen. Das Hofensemble steht heute unter Denkmalschutz.