Förderpreis - Cybermobbing - Aufklärung, Prävention und Hilfe Stiftung help and hope lobt Förderpreis in Höhe von 10.000 Euro aus

 

 FÖRDERPREISSIEGER 2020: HELDEN E.V.

Der Helden e.V. ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der sich gegen Rassismus und (Cyber-) Mobbing einsetzt.

Mit dem diesjährigen Förderpreis wollte die Stiftung das Engagement von pädagogischen Fachkräften in diesem Bereich würdigen und die besonders gelungene Umsetzung von einem präventiven und nachhaltigen Projekt auszeichnen. „Wir haben erschreckend festgestellt, dass das Thema (Cyber-) Mobbing nach wie vor nicht ausreichend behandelt wird. Umso erfreulicher, das Thema mithilfe unseres Förderpreises weiter in den Fokus zu rücken und auch dem Helden e.V. damit eine wichtige Plattform für die wertvolle Arbeit zu geben“, so Sandra Heller, Vorstandsvorsitzende der Stiftung help and hope.
Der Helden - Verein für nachhaltige Bildung und Persönlichkeitsentwicklung e.V., hat mit der Heldenakademien gegen (Cyber-) Mobbing ein einzigartiges Workshop-Konzept für Schülerinnen und Schüler jeglicher Schulformen und Klassenstufen entwickelt. In den meist dreitägigen Heldenakademien stehen die Sensibilisierung für Entstehungsprozesse von Ausgrenzung und Mobbing, die Befähigung zum Eingreifen und die Etablierung eines prosozialen Werte- und Normenrahmens gleichermaßen im Fokus. So wird sowohl das Wertebewusstsein als auch die Sozialkompetenz und das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler gestärkt - Eigenschaften, die eine wichtige Ressource für den Alltag der Schülerinnen und Schüler darstellen und langfristig zu einer gewaltfreien und couragierten Gesellschaft beitragen.

Der Sieger wurde in diesem Jahr von sechs fachkundigen Juroren ausgewählt. Neben Lukas Pohland, ein sechszehnjähriger Schüler aus Schwerte, der als Experte für Cybermobbing gilt und als Geschädigter mehrfach in Talkshows oder Anhörungen politischer Gremien eingeladen wurde, sind Dr. Catarina Katzer, eine deutsche Sozialpsychologin und Soziologin, die sich besonders mit den psychologischen und sozialen Auswirkungen und dem Denken und Handeln in der digitalen Welt befasst, Nadja Lüders, Abgeordnete im Landtag Nordrhein-Westfalen und Generalsekretärin der SPD Nordrhein-Westfalen sowie Oliver Nauditt, Dortmunder Fotograf und Botschafter der Stiftung, Teil der diesjährigen Förderpreis-Jury. Vervollständigt wurde die Jury von Katharina Breiter, Verantwortliche im Bereich Projektförderung der Stiftung help and hope, und von Sandra Heller.

 

 

#machdichstark

Denn das Internet vergisst nicht. Im Gegenteil: dem Gedächtnis des Internets sind keine Grenzen gesetzt. Es ist von Anonymität geprägt und bietet Unmengen an Möglichkeiten. Auch wenn das Internet keine Stimme hat, wird Cybermobbing immer lauter. Unter Cybermobbing versteht man offenen und subtilen Gewalteinfluss gegen eine gezielt ausgesuchte Person, über einen längeren Zeitraum hinweg. Das Ziel ist immer soziale Ausgrenzung. 36 % der Jugendlichen in Deutschland waren schon einmal Opfer von Cybermobbing. 22 % wurden online beleidigt und bedroht. 15 % erlebten eine üble Nachrede. 11 % litten unter Fake-Accounts und Identitätsmissbrauch. (TK-Forsa Umfrage 2011)

Es entsteht für junge Menschen ein Imageschaden, der das Selbstwertgefühl schwächt. Wenn die Anerkennung der Peergroup wegfällt und ein Jugendlicher vermehrt bloßgestellt wird, führt dies zu immensen psychischen Problemen.

 

 

 

Bereits zum siebten Mal schreibt die Stiftung help and hope den Förderpreis aus, um sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen stark zu machen. Die Fördersumme beträgt 10.000 Euro!

In diesem Jahr vergibt help and hope den Förderpreis an eine gemeinnützige Organisation, die sich dem Thema Cybermobbing bei Kindern und Jugendlichen annimmt.

Bewerben können sich Organisationen, die sich mit der Aufklärung und Prävention von Cybermobbing sowie der Betreuung und Begleitung von Opfern beschäftigen. Die Bewerbungsphase endet
am 30. April 2020.

 

 

Judith Hesselink

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